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Kundenstory

Individuell gelöst: Markstahler+Barth im Bericht des dds

Individuell gelöst: Markstahler+Barth im Bericht des dds

© Konradin Medien GmbH, Katharina Feuer

Ein Beitrag von Katharina Feuer, Chefredakteurin des dds – Das Magazin für Möbel und Ausbau, erschienen im dds 10/2026 (S. 74–76) und am 5. Oktober 2026 auf dds-online.de. Wir geben den Text unverändert wieder.

Passgenaue Schnittstellen, zuverlässiger Service und hohe Flexibilität: Die Karlsruher Schreinerei Markstahler+Barth entschied sich für das Zeichenprogramm von CAD+T Solutions.

Pink in der Werkstatt? Der Karlsruher Laden- und Innenausbauer Markstahler+Barth produziert für deutschlandweit mehr als 500 Filialen der Telekom das Inventar. Ein Laden wird durchschnittlich alle fünf Jahre neu ausgestattet. Entsprechend fallen einige Möbel an und so leuchtet in den großzügig bemessenen Werkstatthallen hier und da ein kräftiges Pink durch. Zu den weiteren Kunden des 185 Jahre alten Unternehmens gehören Polo Ralph Lauren, NH Hotels, Deutsche Börse Frankfurt, Brita SE und auch einige Privatkunden.

Qatar-Pavillon von Markstahler+Barth beim Weltwirtschaftsforum in Davos
Kein Problem für das Karlsruher Unternehmen: Punktgenauer Auf- und Abbau des Qatar-Pavillons 2026 für eine Woche in Davos© Konradin Medien GmbH, Katharina Feuer

Zu Besuch vor Ort: Geschäftsführer Andreas Arnold und Tobias Hoffmann, Abteilung Arbeitsvorbereitung Projekte, führen durch die Unternehmensräume. In der Halle für die Vormontage bleiben sie stehen und Tobias Hoffmann zeigt auf einen ausgedruckten Plan. »Solche Pläne sind schnell aufgeklappt und man kann Notizen machen. Das hat sich bewährt. Perspektivisch wollen wir aber papierlos arbeiten, mit Monitoren und auf Tablets«, erklärt Hoffmann. Die 3D-Zeichnung entsteht im CAD+T-Konstruktionsprogramm, mit dem das Unternehmen seit seiner Einführung Anfang 2020 arbeitet.

Die Vorteile liegen auf der Hand: »Wir haben eine viel bessere Planungsqualität, eine hohe Detailtiefe und damit verbunden sind kritische Punkte besser sichtbar, sodass Kollisionen und Probleme früher erkannt werden können. Es passieren seither weniger Planungsfehler«, zeigt sich Tobias Hoffmann von der Software begeistert. Er hatte diese schon in einer anderen Schreinerei kennengelernt und warb für deren Einführung. Zuvor wurde immer noch 2D gezeichnet.

Anfänglich gab es zur Einführung Schulungen im Betrieb. Dann kam das Corona-Virus und alles verlagerte sich in die virtuelle Welt. Die Einführung der Software klappte reibungslos. Zunächst musste jedoch die Anbindung an das vorhandene ERP-System AP Plus gewährleistet werden. Über diese Software läuft alles bei Markstahler+Barth, bestätigt Geschäftsführer Andreas Arnold: »Über AP Plus laufen alle Prozesse – von CRM und Vertrieb über Einkauf, Warenwirtschaft und Arbeitsvorbereitung bis hin zur Rechnungsstellung. Damit wird der gesamte kaufmännische und organisatorische Ablauf abgedeckt. Das wollten wir ungern umstellen und das war der Grund, weswegen wir nicht komplett zu CAD+T umgezogen sind.«

»Der Projektleiter von CAD+T hat für die einwandfreie Anbindung gesorgt. CAD+T musste sogar in seiner Kernsystematik etwas anpassen, um dies zu gewährleisten. Das dauerte etwa ein dreiviertel Jahr, ging aber Hand in Hand«, erinnert sich Tobias Hoffmann. Die Zusammenarbeit funktioniert auch in der Gegenwart gut: »Wenn wir etwas anpassen möchten, ist CAD+T sehr unkompliziert und programmiert unsere individuellen Anforderungen ein!«

Auch beim Support zeigt sich Hoffmann, der in der Arbeitsvorbereitung arbeitet, zufrieden: »Beim Service brauchen wir eigentlich wenig Unterstützung, weil das System stabil läuft. Durch die Serverlizenzen sind wir bei Abstürzen außerdem flexibler und müssen nicht jedes Mal den Support kontaktieren. Bei der Einführung wurden auch die CNC-Mitarbeiter direkt mit einbezogen. Das hat sehr geholfen, um potenzielle Berührungsängste zu umgehen.«

Drei CNCs im Unternehmen sowie der fast komplette Maschinenpark stammen aus dem Homag-Kosmos. Markstahler+Barth pflegt eine enge Zusammenarbeit mit Homag bis hin zu gemeinsamen Pilotprojekten: Das farbige LED-Leitsystem an der liegenden Plattensäge ist nur ein Beispiel. »Wir gaben Homag Rückmeldung, was daran bereits funktioniert und wo wir noch Verbesserungspotenzial sehen.« Das Programm und die Maschinen kommunizieren problemlos.

Maschinenhalle von Markstahler+Barth mit liegender Plattensäge von Homag
Fast der komplette Maschinenpark stammt aus dem Homag-Kosmos. Die Software kommuniziert problemlos mit den Maschinen© Konradin Medien GmbH, Katharina Feuer

Ein weiterer Grund für die Entscheidung, die Software einzuführen, sei deren hohe Flexibilität. Neben standardisierten Entwürfen entstehen bei Markstahler+Barth auch stark individualisierte Planungen. Das erste Projekt, das mit CAD+T für das Unternehmen Heidelberg Materials (ehemals Heidelberg Cement) umgesetzt wurde, erforderte einige Freiformen, die leicht zu bewerkstelligen waren. Das sei ein großer Aha-Moment gewesen. Materialien und Beschläge von Hettich, Häfele und Würth bindet das Programm problemlos ein.

»Nach Abschluss der Planung wird die Stückliste innerhalb weniger Sekunden automatisch ausgegeben. Das bedeutet für uns eine große Zeitersparnis!«, unterstreicht Tobias Hoffmann einen weiteren Benefit des Programms. Um weiterhin auf dem Laufenden zu bleiben und sich außerhalb des Arbeitsalltags Inspiration zu holen, nahm er im September zum zweiten Mal am CAD+T-Anwendertreffen teil. Durch die Vorträge stoße er auf weitere Verbesserungsvorschläge. Nicht stehen bleiben und neue Wege gehen, sei in diesen Zeiten wichtig.

Das gilt auch für die Schreinerei Markstahler+Barth: Eine Dependance des Unternehmens existiert in Leipzig. Dort schätzt man die Möglichkeiten des Programms bei der Gestaltung für den Innenausbau von Campern.

Camptura – individueller Ausbau

Andreas Arnold erläutert hierzu: »Wir wollen uns mit dem Fahrzeug- und Camperausbau ein weiteres Standbein aufbauen. Die Möbel entstehen in unserer Schreinerei, in Leipzig wird der technische Ausbau umgesetzt. Dazu kaufen wir die Transporter hinzu und bauen diese komplett zu Campern aus. Dazu kommen eigene Polsterarbeiten und Nachrüstungen, zum Beispiel für mehr elektrische Autarkie.«

© Konradin Medien GmbH, Katharina Feuer

Text: Katharina Feuer, Chefredakteurin dds – Das Magazin für Möbel und Ausbau, Ausgabe 10/2026, S. 74–76. Fotos: Konradin Medien GmbH, Katharina Feuer. © 2026 Konradin Medien GmbH. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Verlags.

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